Bienen im Garten
Seit einer geraumen Weile schon überlege ich, mit dem Imkern anzufangen. Weniger wegen des Honigs, sondern eher, weil ich sehr viel weniger Bienen draussen sehe, als ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. In der letzten Gartensaison habe ich gar keine Bienen gesehen und war froh, dass mir die Pflanzen von den Hummeln bestäubt wurden, die beim Gartennachbar Antonio unterm Rhabarber wohnen.
Letzte Woche Mittwoch habe ich es nach einer langen Internet-Bienen-Recherche-Woche endlich mal geschafft, die Hörder Imker bei ihrem monatlichen Treff zu besuchen. Dort habe ich einen Mentor gefunden, der uns vier Völker in verschiedenen Beutesystemen ausleiht. So können wir in Ruhe schauen, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Systeme haben und können das Ganze Prozedere stressfrei lernen.
Musste erstmal die Pergola gründlich entrümpeln, Holz sortieren, Giersch entfernen und die neue Pergola zu Ende bauen und Balken einbetonieren. Es ist wie immer: Unter Druck bekommt man was geschafft.
Donnerstag früh um fünf ging es dann los. So früh, weil dann alle Bienen im Stock sind, und noch nicht zum Nektar sammeln ausgeflogen. Die Beuten sind teilweise echt schwer. Diese nicht, weil sie nur jeweils eine Zarge haben. Aber wir haben noch ein paar andere Beuten des Imkers umgestellt und da war eine volle Honigzarge dabei, die das Gewicht nach oben trieb.
Die Beuten sind mit dem Flugloch weg von Durchgang aufgestellt, damit man den Bienen nicht immer vorm Flugloch herum rennt. Das mögen sie nicht so besonders. In dieser Aufstellung kommt man bequem von hinten an die Beuten heran zum arbeiten. Leider kann man dadurch nicht so schön das Getümmel an den Fluglöchern beobachten.
Am ersten Tag haben die Hummeln aus dem Nachbargarten direkt Krieg erklärt. Es gab eine Menge Kämpfe und am Boden verteilt lagen Bienenleichen verteilt, die aber von den Vögeln weg gepickt wurden. Voll das Drama.
datum: 20. Mai 11
in: Garten, Selbstversorgung
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