Um die halbe Welt
Wie das wohl wär tatsächlich nur einen Arm zu haben...? Geht nen Einarmiger in nen Second Hand Shop ... *harhar* ... lieber arm dran als Arm ab *verdreh die Augen*. Wie das wohl wär, alle Dinge ohne Gegendruck schaffen zu müssen, Ying ohne Yang, Stan Laurel ohne Oliver Hardy, Dow ohne Jones, Ski fahren ohne Kante, ... man lernt Dinge schätzen, wenn sie nicht mehr hat.
Geschirr spülen geht halbwegs, Gemüse schälen und schneiden wiederum kaum. Kohlrabi etwa. Da kommt das grosse, schwere Küchenmesser gelegen, mit dem man auf dem Grünzeug herum hackt als wären es die roten Khmer. Und so schlimm ist die Kohlrabischale eigentlich nicht, wieso also schälen? Nun mag sich manch einer fragen: "Warum stellt sich der Bekloppte an den Herd statt sich um die Ecke mit Pizza zu versorgen?", und ich werde nicht antworten "Um zu beweisen, dass es geht...". Ich hatte die Zutaten noch zuhause und hab einfach angefangen ohne gross drüber nachzudenken. Die auftretenden Schwierigkeiten -- No keyboard found, press F1 to continue -- haben dann aber doch den Ehrgeiz geweckt.
In den letzten Wochen habe ich mal versucht, mehr Biozeug und öfter auf dem Markt vor meiner Tür einzukaufen. Die kanadische Künstlerin Lederhosen Lucil, -- wer die unglaubliche Hosenshow noch nicht kennt hat echt was verpasst, Photos vom Duisburger Gig mit Bildern von Can, Iris, Janka und Maike auf der Homepage! -- Lucil also meinte bei einem Konzert, dass sie cool fände, dass man hier so viel und problemlos Biofutter bekommen kann, in Kanada wäre das wie Gold. Bei allem deutschtypischen Gejaule muss man einfach mal sagen, dass wir das als Gesellschaft ganz gut hinbekommen haben. Man kriegt den Kram nicht nur im Bioladen, sondern oftmals auch in gut sortierten Supermärkten. Du bist Deutschland, so sehr bescheuert man Imagewerbespots für die eigene Heimat auch finden mag, irgendwo ist doch auch was dran. Es ist hier nicht immer nur alles Scheisse.
Als erstes kriegt man bei dem Thema immer als Kommentar: "Ist nicht alles Bio, wo Bio drauf steht.". Stimmt wahrscheinlich auch, aber dennoch kann man die Bioprodukte ganz gut erkennen,... am Preis, haha. Nee im Ernst, mit Bioland und Demeter gibt es zwei seriöse Label und das sechseckige EU Biolabel steht zwar für etwas geringere Standards als erstere beiden, ist aber immer noch besser als nix. Eine Vollversorgung finde ich illusorisch, aber ein paar Elemente der täglichen Futterpalette bekommt man gut ersetzt. Der Preis ist natürlich dennoch ein Thema, zum Teil hat man im Vergleich zum nicht-ökölogischen Produkt heftige Aufschläge.
Der Hauptbeweggrund für Bioeinkauf mag der "Ich gönne meiner Gesundheit was." Gedanke sein, aber das Thema hat durchaus noch andere Dimensionen. Der biologische Anbau bedeutet sicherlich einen erhöhten Personaleinsatz, der zu den höheren Kosten beiträgt. Ist es angesichts fünf Millionen Arbeitsloser nicht gerade Recht sein tägliches Geld hier zu investieren, statt es den Grossindustriellen Produzenten und Discountern zu geben, die an der Profitschraube drehen,... jene, die auf der Rückseite mit Personalschraube beschriftet ist? Wird Demeter damit drohen Tausende zu entlassen wenn nicht die Kartoffelsteuer gesenkt wird oder der Türkenopi mit seinen Gartenerzeugnissen auf dem Markt seiner Frau die Pinkelpausen vorschreiben wie es Lidl tut?
Im industriellen Anbau ist die Erde nicht viel mehr als ein Schwamm, der Dünger und Pestizide trägt. Der Pflanze wird jegliche Aufgabe wie zum Beispiel das Heranschaffen der Nährstoffe aus dem Bodern oder das Abwehren der Feinde durch den Bauern abgenommen, auf dass die Hauptenergie der Pflanze in die Frucht geht. Soweit so gut, Empathen und Tierliebhaber mögen um den toten Boden und die Myriaden Mikroorganismen trauern, die dort keinen Lebensraum finden. Das Haupargument gegen diese Anbauweise kommt aber aus einer ganz anderen Richtung geflogen: Dünger und Pestizide werden aus Erdgas gemacht. Und jetzt rechnet mal 12% Preiserhöhung dieses Jahr und weitere 12% nächsten April zusammen. Sicher sicher, die DEW stellt keine Pestizide her und Endkonsumentenpreise sind keine Industriepreise, but you catch my drift...
Der biologische Anbau setzt auf den belebten Boden und natürlichen Schädlingsschutz. Entgegen landläufiger Meinung müssen die Erträge nicht niedriger sein als bei industrielle Agrarwirtschaft. Durch Mischanbau und schlaue Fruchtwechsel sind die Erträge zum Teil sogar höher.
Auf diesem Feld können wir also gut mit unserem Geldbeutel abstimmen. Eine vierköpfige Familie mit nur einem Einkommen wird da ein Problem haben -- geschenkt -- aber die meisten von uns werden nicht unter der Brücke schlafen müssen, nur weil sie mal was im
Bioladen gekauft haben. Bei den Anziehklamotten in diesem Sinne richtig zu handeln ist ungleich schwieriger, da es dort ganz einfach kein entsprechendes Angebot gibt.
Ich wäre nicht eure Kassandra, würde ich euch nicht einen Link mit auf den Weg geben, den es sich in einer ruhigen Minute anzuschauen lohnt: http://www.communitysolution.org/. Diese Website hält gut recherchierte und wohl aufbereitete Artikel rund um die Energiethematik bereit.
Zum Abschluss noch ein Hörtip.
Ich bin nicht unbedingt der 100%ige Reggea-Fan, zu oft wird mir die Mucke langweilig oder geht mir das Jah Jah Rastafari Zeug auf den Keks. Julia hat mich allerdings mit einer echt guten Scheibe der Band Groundation versorgt, "We Free Again". Danke danke danke!
Äusserst angenehm mit gutem Flow und zwischendrin ein sehr tanzbarer Ska mit jazzigem Klavier,... geile Scheibe, passend zum sonnigen Spät- Spät- Spätsommer.
So, der Rucksack ist schon fast fertig gepackt, morgen kommt der Gips runter und Mitwoch Abend geht der Flieger Richtung Auckland.
Vielen Dank nochmal für die lieben Tipps und Hinweise, wir werden sicher viel Spass haben und natürlich berichten...
Denkt dran eure Uhren umzustellen...
-rolf
The price of cool
Urlaub USA
Nach unserer Ankunft in Louisville sind wir mit meiner Cousine Tricia, ihren Kindern und ihren Freunden und deren Kindern und dem 93er Lincoln von Onkel George fünf Stunden gen Süden gefahren und haben dort eine Woche in den Wäldern von Tennessee gezeltet. Danach ging es allein zu zweit über die Great Smokey Mountains den Blue Ridge Parkway hoch. Mit einer topologischen Karte kann man erkennen, dass der Blue Ridge Parkway Meilen weit um die Gipfel eines Gebirgskamms führt, der östlich der Apalachians liegt. Es ist das wahrscheinlich längste Naturschutzgebiet der Welt, über 400 Meilen lang, aber nur wenige Meilen breit.
Über den Freeway ging es dann quer durch North Carolina auf die Outer Banks. Weite Teile dieser Inseln sind unter Naturschutz gestellt, so dass man dort, abgesehen von einem ab und zu eingestreuten Campingplatz und einer Dusche am Strand, nur links die Salzmarschen und das Binnenmeer und rechts die Düne und den Atlantik sieht. Vom Emerald Isle im Süden über Nag Head im Norden geht unsere Tour, die wir in Virginia Beach abschliessen wollten. VB ist allerdings im Kontrast zu den Banks so ballermannisch touristisch, dass wir uns entschliessen die Küste einen Tag eher zu verlassen und uns zurück in Richtung Louisville bewegen.
Eine vermeintliche Abkürzung über die Landstrasse führt uns durch den Hinterwald von North Carolina und beschert uns eine Durchfahrt durch Richmont bei Nacht. Richmont ist eine der älteren Städte Nord Amerikas und hat somit ein europäisch angehauchtes Stadtbild und nächtens eine schöne Skyline. Die Abkürzung kostet uns also Zeit, bringt uns aber unerwartet mehr Urlaub. Gut so. Zurück in Louisville verbringen wir unsere restlichen Tage mit typisch amerikanischen Aktivitäten, Erkunden der Malls, Baseball und Holiday World Themepark, Grillen bei Tante Doris auf dem Land und abendlichem Skateboard fahren auf den Parkplätzen der Highschools.
Beim Rasenmähen verknaxe ich mir noch den Rücken, den mir ein Chiropraktiker zwei Stunden vor dem Abflug noch einrenkt, so dass der eingequetschte Rückflug gerade noch erträglich ist.
Viele Cliches und Vorurteile und Stereotypen bestätigen
sich, jedoch wird im Kontext an einigen Stellen klar, warum Land
und Leute so sind wie sie sind. Die US Amerikanische Gesellschaft
ist sehr Auto zentriert und folglich ist die Infrastruktur so
angelegt, dass man zum Beispiel nicht zu Fuss vom Supermarkt
rüber in die Buchhandlung kann. Es ist zwar eine Ampel, aber
kein Fussgängerüberweg da. Da wird dann plausibel, dass
Leute beim Campen in der Hitze mit dem Auto vom Zelt zur Dusche
fahren. Den selben Weg mit dem Skateboard zurück zu legen ist
hingegen verboten und diese Regel wird auch im Gegensatz zum
europäischen fünf gerade sein lassen auch vom
lokalen Zeltplatzbüttel enforced. Its the law.
Unter den siebzig Fernsehkanälen finden sich genau zwei
Nachrichtensender, CNN und FOX. Jeder der den Namen Murdoch kennt,
kann sich ausdenken welcherartige Information man dort vorgesetzt
bekommt. Hurricane Dennis und der War against Terror und eine
Umfrage ob Karl Rove denn nun seinen Job verlieren soll, weil er
angeblich aber unbewiesen den Namen eines CIA Agenten ausgeplaudert
hat. Informationen über den ROW, den Rest of the World bekommt
man einfach nicht, es sei denn in London gehen ein paar Bomben
hoch, das passt nur zu gut ins Konzept. De fakto gibt es keine
Nachrichten im Fernsehen. Wer sich informieren will muss sich
andere Quellen suchen. Die breite, träge Masse ist so also gut
ruhig gestellt.
Entgegen allen Vorurteilen kann man sich in den USA auch gut und
schmackhaft ernähren, wenn man nur will. Niemand zwingt einen
ständig in die zahlreichen Fast Food Läden zu gehen und
z.B. mit Subway gibt es auch Ketten, deren Angebot zumindest OK
ist. Im Gros ist das Futter dort für meinen Geschmack
allerdings zu süss und zu fettig. Ein paar Dinge können
sie einfach nicht, so z.B. Schokolade, Kaffee und insbesondere
Brot. Mann, habe ich mich gefreut hier Zuhause meine Beisserchen
mal wieder in ein ordentliches Körnerbrot zu kloppen.
Ein paar Dinge gefallen mir drüben deutlich besser als in der
Heimat. Die Leute sind beim Erstkontakt meistens höflich und
freundlich. Das wird als amerikanische Oberflkächlichkeit
abgebürstet, zu unrecht finde ich. Ich halte höfliche
Umgangsformen prinzipiell für richtig. Das Autofahren ist dort
viel viel viel entspannter. Das kommt sicherlich auch von den
Automatikschaltungen und daher dass die dort viel mehr Platz haben,
aber ich denke auch, dass denen das mehr beigebracht wird, defensiv
zu fahren. Als dritter wesentlicher Punkt ist mir aufgefallen, dass
die Amis viel besser und natürlicher mit Kindern umgehen.
Mailingliste
Vorletztes Wochenende in München
last weekend was 'same same but different' than the one before. This time the urge to see good friends took us to Munich. Rainer is an old friend from Dortmund who moved to Munich quite a while ago to continue his studies in Bioinformatics. He is in a research group where they have a large machine Magneto could have come up with. They can take 3D pictures of brains and other body parts hidden inside. He lives in a tiny appartment which costs almost as much as mine, but is only one third of the size, quite in the center of Munich.
Marcus and I took off friday morning in his BMW and we did not stop driving until we were near Nürnberg, side windows down, sun shining bright and his own Heavy Metal music playing loud from the stereo. He plays bass in a band. We visited Tomi, a friend of Marcus whom I also happen know and the last half mile of the road was unpaved. We knew we were there when we saw the two horses and there was only the farm, a small water castle and a couple of houses one of which he lives in with his girlfriend. It would have been total silence if there were not have been crasy lots of insects doing their business. The air was humming except when the hornet came by, that one sounded more like Sebulbas podracer. Amazing. We talked a lot about computers and environmental protection and about peak oil over the afternoon. It was nice seeing Tomi again and I plan on visiting him again late summer.
The total contrast came when we drove the four lane highway into Munich. Me with Marcus' laptop on the ... well, lap, trying to figure out the route and gracefully navigating us once around the English Garden. We picked up Rainer and took off to grab a bite and have a beer. Rainer was a bit nervous because Iris was coming from London straight to his flat and we did not want to let her wait. Of course we were back good time before her. We wanted to visit the Atomic Cafe Disco, but when we got there there was a long queue so we set off to another bar first. Funny enough, there we met another friend, Simone. We had had a couple of beers when we came back to the AC and this time made it through the elitist door selection process. The door girl was really stressed out. Inside I realized that I'd rather sleep or do something quiet but boring. Looking at the youngsters partying I felt way too old. I managed to aquire a slouchy sofa seat which helped me pass the dead point. Later when some of the folks took off and the croud relaxed a bit and got drunk we had a lot of fun at the bar. I almost danced. The music was good. One of the DJs was so drunk he fell right before my feet. I did not kick him, I promise. The others danced and Rainer made alien contact. A faggot tried to flirt with me but I declined. Thanks, but no thanks. We left the party when the lights went on, and they had also turned the lights on on the outside. How thoughtful. So the four of us took the first train, stumbled back to tiny box to get some rest.
We planned to go shopping on saturday and to have a really trendy fashion consultant with us, Iris. But our heads were too large to fit through the shirts and none of us had enough energy. We opted for sleeping in the sun in the English Garden. Well, that was what I voted for, but we walked and walked and walked and by the time we got there (wherever!) dark clouds began to pull up. So we had some time there, but then left again to head back. We saw the Isar Surfers. The Isar is a river flowing through Munich and a small side arm produces a standing wave below a bridge. People take their boards and surf and do their tricks while tourists like us stand above in dazzled amazement, taking pictures. It is much easier there to be a showoff than on the beach because everybody can see you all the time. It is also much easier to make a fool of yourself.
When the evening started we wanted to have some good food and I
was astonished that the Pizzaria Rainer suggested closes at ten.
Hello? Its saturday night!? We ate at some other place and moved on
only to see the results of the Grand Prix d'Eurovision Song Contest
in a Queer bar. Germany so devastatingly lost. Last place with only
four points. Greece won with more than 200. I did not like that
part of the evening, not because I am homophobic, but because the
bar was not good. We moved on to a very small bar which is famous
for her host. A funny lady and her man who is playing the Hammond
and the Akkordeon and a guest from Berlin singing old songs from
the twenties and a very mixed croud singing along and clapping
their hands and literally having fun. It was great.
So we had a couple more beers there and moved on to a currywurst
bude. Munich is so very different from the Ruhrgebiet. Here
everything is downtrodden but real, there everything is nice, clean
and trendy. Even the currywurst bude. The Wurst was ok and so were
the fries, but somehow this was not right. We headed home, drunk
and tired.
The next day we slept until noon and had breakfast outside in a
bar. Later we packed our stuff and took off at five. Marcus drove
all the way in record time. Nobody believed that we were back here
in five hours. I only stayed short in Dortmund and drove to see
Bettina...
Club Hedi
Tim and Bettina and I were in Hamburg last
weekend, visiting a friend who recently moved there, Kodi. He found
a nice appartment which is only five minutes from his new job.
First thing when we arrived, we had a good cup of coffee and a nap
on his balcony. The sun shone bright onto his balcony and I almost
had a sunburn.
The early afternoon we made our way through the Schanzenviertel
which is between alternative, rotten and 'cool design', had some
indian food and marched on to the Landungsbrücken, where all
the tourist boats are. We hopped on one of them where they have a
dance club called Club Hedi. Friends of us from London were there
with a big box of vinyl. They were a little bit disappointed
because they thought they were gonna play records the whole day or
at least a couple of hours, but they only had a half hour time
slot. Later that afternoon they played a really good set. It was a
lot of fun, you could watch the industrial harbor scenery or the
mixed party people on the boat. The boat goes round the harbor all
the time and stops once every hour. You can hop on and off whenever
you want. Well, only once the hour of course.
Later we had some pizza on the Reeperbahn which is really a bit
strange. It is the red light district, yet at the same time very
red neckish touristy. So you have touristst actually sightseeing
the whores. Whoa, creepy! As if they didn't have a fuckin' hard job
to do anyway. Hmmm... but I guess it is a kind of lure and prey
thing.
The next day Bettina and I had our share of culture when we
roamed the Kunsthalle, a large museum right in the center of the
city. There was an exibition of surrealistic photography from the
Paris' 30ies. Man Ray and stuff. Nice. And the modern part of the
permanent exibition is also quite good. I met a colleague from BP
and her friend which was very cool but we lost them later.
After chilling a little at Kodis place we started off the evening
and picked up another friend. His girlfriend gave a concert that
evening, but Tim, Bettina and I we moved on to another place. The
music they played was punkish and I sort of didn't care. We went to
another concert of three bands and that one was really really good.
Had a hell lot of fun. The music was something in the direction of
Mercury Rev or the Flaming Lips, but without the tackyness. Guitar
distortion wall of sound stuff.
After the concert Tim went to join Kodi on a party, but Bettina
and I lived up to our reputation and went home. We suck. ;-D Tim
and Kodi came back home at six on the morning. *yawn*.
The next day after breakfast we headed home and I barely made it in
time to be in Duisburg.
Check the pictures.
Moon over Egmond
Zwei Wochen ist es her, dass wir versucht haben
meine liebe Tante Doris vom Amsterdam Schipol Flughafen abzuholen.
Zwei Wochen Zeit eine bizarre Nacht im Auto und den tief
hängenden Mond zu verdauen. In Holland ist einmal im Jahr Blumenschau. Dann kommen Busse aus
fernen Ländern, aus Schweden und aus Bayern und bringen
Reisende, professionelle Blumenbetrachter und geübte
Hotel-Beleger. Unmöglich noch ein Bett zu ergattern, auch
hinter dem Flughafen im einsamen vier Sterne Hotel in der
weitläfigen Cargo-Area im Industriegebiet von Schipol gibt es
keinen Platz für dich.
Schipol wird zu dem Planeten mit endlosen, einsamen, beleuchteten
Strassen auf denen dich LKWs mit langen Gansehälsen
überholen, während du versuchst, die auf der Strasse
schlafenden Haubentaucher zu umfahren. Dort also schläfst du,
auf einem Parkplatz, bei 4 Grad, im Auto und bist so dankbar, als
dich um halb fünf morgens deine Cousine aus Amerika anruft, um
dir zu sagen, dass du nach Hause darfst, dass deine Tante einen Tag
später ankommt.
Gestern also, zwei Wochen später, stehen wir um vier auf, um unsere Tante zurück nach Schipol zu bringen. Bis zum Flughafen klappt alles prima, incl. einem perfekten Regen-hellwerd ohne Sonne. Die Tante ist weg, wir fahren ans Meer, keine Fischbude, alles noch zu früh. Kaffen und Toast in der Strandbar und Sand in den Augen und steif in den Knochen. Regen draussen. Finden den Bahnhof von Zandfort nicht, fahren nach Haarlem, wollen von dort los, immer noch Regen, keine Lust also ab nach Hause.
Opa geht es nicht gut, werde Montags da sein.Hurra der Berlingo ist da
Habe vorhin meinen neuen Wagen abgeholt. Hurra!
Erster Eindruck ist gut. Einfach aber ok, ist halt auch die
Einfachvariante des Modells. Ungewohnt, dass im Rückspiegel
die Holme der Hecktüren die Sicht versperren. Positive
Nachricht: Weil es links keine Schiebetür gibt, hat Citroen
den Fahrersitz umklappbar gemacht. Dadurch kann ich eine
Liegefläche bauen, die vielleicht doch knapp zwei Meter hat.
Das Fahrgefühl erinnert an den VW Bus, für mich eine
angenehme Erinnerung.

